Warum finanzieller Reichtum allein nicht glücklich macht

Viele biblische Vorbilder wie David und Hiob waren (zumindest zeitweise) mit viel Eigentum und Luxus gesegnet – zur Ehre Gottes, der sicherlich nicht kommunistisch veranlagt ist. Aber dennoch: Kann das Materielle dieser Welt überhaupt die Bedürfnisse des menschlichen Individuums vollständig befriedigen? Oder nochmals zugespitzt: Führt Eigentum ohne Gott im Zentrum nicht zur sozialen Dekadenz?

Geld hat in unserer Gesellschaft schon immer eine wichtige Rolle eingenommen und dies wird auch in Zukunft so bleiben. Wer sich in einer komfortablen finanziellen Situation befindet, hat zumindest weniger materielle Probleme. Aber längst nicht alle Probleme können mit Geld behoben werden. Wir werden immer neuen Herausforderungen gegenübertreten. Und hier setzt die uns interessierende Frage an: Kann Geld allein glücklich machen?

Dies ist mit einem dicken Fragezeichen zu markieren. Denn Geld mag sehr wohl für eine beschränkte Zeit glücklich machen, doch auf Dauer währt dies nicht. Wenn das Verlangen nach mehr Geld nicht unterdrückt werden kann, besteht definitiv ein Problem. Es geht hier nicht darum, das Zahlungsmittel Geld an sich in Frage zu stellen, denn es ist unbestritten, dass Geld das Leben in vielerlei Hinsicht erleichtert und auch glücklich macht. Doch wir wollen ja auf Dauer glücklich sein, nicht? Das biblische Fundament lehrt uns: Wir sollen unsere Schätze in Gottes Reichtum anschaffen, denn wo unser Schatz ist, dort ist auch unser Herz (Matth. 6,20/21)! Mit anderen Worten: Dort, wo man sich mit voller Leidenschaft hingibt (auch mit dem Geld), dort ist auch das Herz. So lehrt uns die Bibel am Anfang der Seligpreisungen, dass diejenigen glücklich zu nennen sind, die erkennen, wie (geistlich) arm sie vor Gott sind, denn ihnen gehört sein himmlisches Reich (Matth. 5,3). Die Seligpreisungen schliessen wiederum damit, dass wir uns glücklich schätzen können, wenn wir Jesus nachfolgen, selbst wenn dies uns Verachtung einbringt (Matth. 5,11).

So ist doch viel entscheidender als Finanzen, dass das Fundament auf der Wahrheit Jesu Christi gebaut wird und Reichtümer im Himmelreich angeschafft werden. Es wird uns hoch angerechnet werden, wenn unsere Prioritäten nach den obigen Prinzipien der Bibel ausgerichtet werden. Dass wir mit den nötigen Finanzen gesegnet werden, wenn wir Ihn an erste Stelle setzen, ist uns nämlich verheissen (Matth. 6,33/34). Gott freut sich an unserem Wohlergehen – sofern wir ihm vertrauen wollen und bereit sind, ihn an erste Stelle zu setzen.

Autorangaben

Gabriel Solenthaler studiert Wirtschaftsrecht an der ZHAW und wohnt in Gattikon ZH.