Das heutige Stipendienwesen ist teils in sich selbst widersprüchlich und unglaubwürdig, die Eigenverantwortung scheint generell vernachlässigt zu werden. Die im Juni vors Volk kommende Stipendieninitiative schafft keinerlei Abhilfe. Dies könnte in der gegenwärtig debattierten Stipendienreform des Kantons Zürich geändert werden – man muss es nur wollen.

Die ausufernde Fortpflanzungsmedizin ist ein Angriff auf die Bescheidenheit und Dankbarkeit gegenüber dem menschlichen Leben. Insbesondere Behinderte und deren Eltern müssten sich rechtfertigen, wenn die PID-Verfassungsänderung durchkäme. Die Entkoppelung der Fortpflanzung von der Leiblichkeit ist ein klarer Ausdruck der Postmoderne und des Machbarkeitswahns – und ein Frontalangriff auf christliche Grundeinsichten zugleich.

Die schwammige Formulierung der geplanten PID-Verfassungsänderung ist so harmlos, dass sie fast schon Skepsis hervorrufen muss. Und tatsächlich: Bei näherer Betrachtung wird klar, dass nicht nur die beliebige Unterteilung von wertem und unwertem Leben ermöglicht wird. Zumindest implizit wird auch staatlichen Medizinexperimenten Vorschub geleistet.

Anliegen von Abtreibung über Sterbehilfe, aber auch und gerade die jüngst diskutierte und am 14.06.2015 an der Urne zu entscheidende Frage der Präimplantationsdiagnostik (PID) werden mit Fortschritt und wandelnder Zeit begründet. Tiefergehende Argumentation lässt sich kaum noch finden, es scheint einfacher sein, Gegner zu diffamieren. Logisch, zumal es nicht nur „fundamentalistische Hinterwäldler“ sind, welche Zweifel an der Liberalisierung in der medizinischen Forschung rund um das menschliche Leben hegen, sondern auch wissenschaftlich zumindest Skepsis geboten ist. Ein Grund, der den Autor dieser Zeilen veranlasst, seine Maturarbeit zur rechts- und polithistorischen Entwicklung der Abtreibungs- und Medizinforschungsgesetze in der Schweiz auf diesem Blog aufzuschalten.

28
Apr
2015

Verfassungswidrige Machtpolitik zugunsten der Medienelite?

Verfasst von Artur Terekhov

Obwohl die geplante Haushaltsabgabe für Radio und Fernsehen (als neue Form der Billaggebühr) klar als Steuer im juristischen Sinne zu klassifizieren ist und entsprechend eine verfassungsrechtliche Kompetenz bräuchte, wurde diese bloss als „Abgabe“ verkauft – mit der Folge, dass auf Kosten Privater das Referendum ergriffen werden musste.

Dass der seit Anfang Februar 2015 in den Kinos laufende Film „Usfahrt Oerlike“ des Regisseurs Paul Riniker zum Publikumsliebling geworden ist, mag auf den ersten Blick nicht erstaunen. Vermutlich sind wir in unserer zunehmend der Kultur des Todes und Relativismus entgegensteuernden Gesellschaft auch zu wenig sensibilisiert für Fragen um den Wert des menschlichen Lebens. Von daher kommt es auch, dass wir in unserer Gesellschaft zunehmend den Suizid verherrlichende Darstellungen überhaupt nicht mehr kritisch wahrnehmen oder sogar goutieren.

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