Am 12.02.2017 entscheiden die schweizerischen StimmbürgerInnen erneut über eine Unternehmenssteuerreform, die USR III. Diese wird, da sie teils starke Steuersenkungen für Unternehmen mit sich bringt, von der Befürworterschaft als wirtschaftsfreundlich gepriesen. Natürlich: Aus christlich-minimalstaatlicher Perspektive sind tiefe Steuern ein erklärtes Ziel. Problematisch nur, wenn diese gar nicht dort eintreten, wo angepriesen.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat zusammen mit privaten Hilfswerken eine Erhebung zum Sexualverhalten durchgeführt und die Resultate zum Start der erneuerten „Love Life“-Kampagne Mitte November 2016 vorgestellt. Wirklich neu sind diese Erkenntnisse wohl kaum. Sie zeigen vor allen Dingen jedoch, dass Vater Staat nichts lernt und noch immer auf Kosten des Steuerzahlers ein „offeneres“ Sexualverhalten der Bevölkerung fördern möchte.

Bloss weil staatliches Recht per definitionem weltlich ist, heisst dies noch lange nicht, dass ihm keine tieferen Prinzipien zugrunde lägen. In unserer abendländischen Welt sind nicht zuletzt auch christliche Werteprägungen vorzufinden. Vorliegend soll keine juristische Abhandlung verfasst, aber an den Beispielen von Privatautonomie und Treu und Glauben als einige der zentralsten Rechtsgrundsätze überhaupt der Einfluss der christlichen Ethik sowie somit eines freiheitlich-eigenverantwortlichen Menschenbildes in der schweizerischen Rechtsordnung aufgezeigt werden. Ein Essay, der sich am Rande auch der opportunistischen Gefährdung dieser Leitplanken durch Politik, Amtsbürokratie und sonstiges Machtstreben annimmt.

03
Oct
2016

Warum mehr Entwicklungshilfe die Migration nicht bremst

Verfasst von Hansjürg Stücke...

Jeder, der ein Herz hat und die Armut in Afrika oder Nahost mit eigenen Augen sieht, möchte gerne helfen. Armut ist sicher der wichtigste Faktor für die risikoreiche Flucht nach Europa. In Deutschland und in der Schweiz suchen Politiker Möglichkeiten, die Massenwanderungen zu bremsen und werden fündig: Mehr Entwicklungshilfe! Dann bleiben die jungen Leute zuhause. Das ist gut gemeint, aber grundfalsch.

Auch wenn die diesjährige islamistisch geprägte Anschlagswelle etwas anderes suggerieren mag, geht es bei der sich im Sammelstadium befindlichen Volksinitiative für ein nationales Verhüllungsverbot um viel mehr als die Burka. Frauenrechte sowie eine offene, demokratische Gesellschaft, in welcher man das Recht hat, dem Gegenüber ins Gesicht zu schauen, stehen mindestens ebenso auf dem Spiel.

31
Aug
2016

Über die Tücken der Sterbehilfe

Verfasst von Lisa Leisi

Bisher ist es kein grosses Thema, dass Angehörige unter einer miterlebten Sterbebegleitung oft speziell schwer leiden. Brauchten diese einfach mehr Begleitung? Oder ist dieses Leiden ein natürlicher Ausdruck auf einen unnatürlichen Vorgang? Eine Konsequenz aus einem vermeintlich human daherkommenden inhumanen Eingriff?

09
Aug
2016

Liebe-Eigenverantwortung-Korrelation

Verfasst von Artur Terekhov

Ganz banale Beispiele zeigen es: Liebe befähigt das Gegenüber zu Eigenverantwortung und fehlende Eigenverantwortung basiert nie auf nachhaltiger Liebe. Gerettet sind wir als Christen ebenso, weil wir uns freiverantwortlich für ein Leben mit Jesus Christus entschieden haben. Wird dies für den eigenen Lebensalltag in aller Regel kaum bestritten, neigen manche Christen dazu, diese Grundwahrheiten im grösseren Kontext zu vergessen. Ein lebenspraktischer, herausfordernder Kommentar.

20
Jul
2016

Stiefkindadoption entspricht nicht dem Kindeswohl

Verfasst von Lisa Leisi

Es ist ein ziemlicher Erfolg für die Befürworter, dass die Stiefkindadoption in der Schweiz wegen ganz wenigen in Frage kommenden Konstellationen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften ermöglicht werden soll. Allerdings – oder gerade deshalb – muss stark bezweifelt werden, dass es Gleichgeschlechtlichen wirklich nur darum geht. Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass damit eine weitere Etappe genommen wird auf dem Weg zur „Ehe für Alle“ und der Legalisierung der Leihmutterschaft.

Der Brexit hat hierzulande (und in den EU-Ländern) medial sehr wenig Sympathien erhalten, obschon in der Schweiz kaum jemand ausserhalb der classe politique einem EU-Beitritt zustimmen würde. Weltuntergangsstimmung ist fehl am Platz. Der Brexit ist das einzig richtige Signal zu einem Europa mit basisdemokratischen Nationalstaaten. Schon die Bibel redete von Stämmen, Völkern und Nationen. Dies hat mit Rassismus gar nichts zu tun, lediglich mit Vielfalt statt Einheitsbrei.

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